08.09.2014

Ethnische Unterschiede

Zufriedene Mandanten haben mitunter nicht nur die Anwandlung, ihre Rechnung pünktlich zu bezahlen (soweit überhaupt erforderlich - etwa 95 % der von mir vertretenen Arbeitnehmer sind entweder rechtsschutzversichert oder kriegen Prozesskostenhilfe; da stellt sich denen das Problem glücklicherweise nicht), sondern ihre Dankbarkeit auch gerne mal durch kleine Geschenke ausdrücken zu wollen.

Hierbei habe ich im Verlauf der Jahre durchaus ethnische Unterschiede festgestellt, was die bevorzugte Gattung der angeht.

Diejenigen aus dem Raum orientalischer Mittelmeerländer (Türkei, Israel, Nordafrika) bevorzugen kulinarische Geschenke bis hin zu Datteln direkt vom Baum - da hängt der Strauch noch dran :-) . In der Regel sehr lecker.


Mandanten aus dem Balkan und Osteuropa bevorzugen geistige Getränke, deren Flaschen irgendwie keine Etiketten aufweisen. Der Balkan greift hier regelmäßig auf Pflaumen oder in seltenen Fällen Äpfel als Grundprodukt zurück, wohingegen der osteuropäische Raum die Kartoffel bevorzugt. In Ländern wie Ungarn oder der Slowakei scheinen da fließende Übergänge zu bestehen. In der Regel handelt es sich hier ebenfalls um sehr trinkbare Tropfen. Gut ... einen habe ich mal bekommen, mit dem man eher Raketenfahrzeuge hätte antreiben können, als ihn zu trinken.

Die Deutschen variieren zwischen Fresskörben aus dem Feinkostgeschäft, gutem Wein (meine Frau hat es gefreut - ich bleibe ja lieber bei Kölsch und den Geschenken vom Balkan oder Osteuropa), Zigaretten oder auch praktischen Nettigkeiten, wie etwa Eishockeykarten. Einer droht mir allerdings schon seit längerer Zeit an, meine Frau und mich zu einem Helene Fischer Konzert einladen zu wollen. Da muss ich mir dann noch überlegen, wie ich damit dann umgehen soll, wenn er es wahrmachen sollte.

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