26.02.2014

Et weed widder ens jeck!*

* Für die Nichtrheinländer: es wird wieder mal verrückt!

Genau! Ab morgen geht wieder das los, was gerne einmal als tolle Tage bezeichnet wird: das Rheinland feiert Karneval und da gelten hier eigentlich an den meisten Stellen ganz eigene Regeln. So ging auch schon vor einigen Tagen das Schreiben an die Bonner Anwälte raus, dass am Donnerstag, den 27.02.2014 ab 11.00 Uhr aufgrund einer gemeinsamen Karnevalsfeier des Landgerichts und Amtsgerichts Bonn ein richterlicher Notdienst wie an Sonnabenden eingerichtet sei, der in unaufschiebbaren Fällen zu nutzen sei. Man liest irgendwie eine Betonung auf "unaufschiebbar" rein. Ich nehme an, die Kölner Kollegen haben ein ähnlich lautendes Schreiben gekriegt. Erfahrungsgemäß braucht man da ab morgen vor Mittwoch nächster Woche nicht wirklich den Versuch zu unternehmen, eine Geschäftsstelle oder gar einen Richter erreichen zu wollen. So ist das hier nunmal.

Aber Vorsicht! Der Blog der Kanzlei Samnée & Gotsche weist zu Recht darauf hin, dass Arbeitnehmer auch in rheinischen Gefilden nicht ohne Weiteres davon ausgehen dürfen, einen Anspruch auf arbeitsfreie Tage über Karneval zu haben und schon gar nicht als quasi Sonderurlaub. Das mag in einzelnen Fällen so sein, weil der Arbeitgeber einfach nett und/oder selber auch ein Karnevalsjeck ist. Es wird aber immer weniger und gilt im Zweifel, dass es besser ist, rechtzeitig Urlaub zu beantragen, wenn man Karneval ausgiebig feiern will.

Übrigens ist es in der Zeit auch für auswärtige Kollegen eher als untauglicher Versuch anzusehen, wenn man dort der Meinung verfällt, man könne eine Sache mit einem hiesigen Kollegen telefonisch erörtern.

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