Eine leidige Zeugnisangelegenheit, in welcher es der Arbeitgeber seit März 2010 nicht geschafft hatte, trotz mehrfacher Aufforderung überhaupt mal ein Zeugnis zu fertigen und an meinen Mandanten zu übersenden. Also den Arbeitgeber angeschrieben mit der Aufforderung zur Zeugniserteilung mit einigen rechtlichen Ausführungen zum Zeugnisanspruch aus § 109 Abs.1 GewO. Damit es der Arbeitgeber nicht so schwer hat, habe ich natürlich auch einen eigenen Entwurf angehängt. Üblicherweise bietet man da noch an, das Ganze ggfls. als Word-Datei zur Verfügung zu stellen, damit es dort nur noch reinkopiert werden muss - das nennt man dann echte anwaltliche Serviceleistung.

Jetzt kriege ich ein Zeugnis übersandt, was angeblich schon im April 2010 übersandt wurde (OK, Postsendungen gehen schonmal verloren - angeblich täglich 50.000 mal). Das Zeugnis ist - wenn auch sehr viel abgespreckter, als mein Entwurf - soweit auch in Ordnung und entspricht insgesamt der Note "gut".
Eines allerdings ist eigentümlich: bei der Beschreibung der Tätigkeiten meines Mandanten haben die ganz exakt den Wortlaut aus meinem Entwurf verwendet und das schon im Jahr 2010! 

Ein Schelm, wer böses dabei denkt ....