„Die Rechtsanwäldin“ berichtet von einer Scheidung beim AG Sieburg, bei welcher die Ehe nach deutschem Recht, nach iranischem Recht und nach der Sharia (hier durch einen Mullah) geschieden wurde. Entsprechende Zeitungsmeldungen sind dort verlinkt.

Ich hatte das gestern schon im Radio gehört und dachte mir nur, dass die armen familienrechtlichen Kollegen doch auch einiges Skurriles durchleiden müssen. Vor allem müssen die sich – soweit ich weiß – gegebenenfalls wirklich mit den exotischsten ausländischen Rechtssystemen auseinandersetzen, da mitunter eben auch nichtdeutsches Scheidungsrecht zur Anwendung kommen kann. Hierbei will ich allerdings beileibe nicht so weit gehen, die Sharia als Recht bezeichnen zu wollen; allein mir bleibt bei dem Fall ein schlechtes Bauchgefühl … so oft, wie man in letzter Zeit von der Anwendung der Sharia in deutschen Familiengerichten hört, hoffe ich nur, dass nicht irgendwann noch jemand auf die Idee kommt, den Hexenhammer wieder hervorzukramen …