Eine, sagen wir mal, kreative Begründung für einen Schadensersatzanspruch gegen ihren Arbeitgeber hat eine australische Regierungsangestellte abgeliefert. Diese war dienstlich veranlasst auf einer Dienstreise in einem Hotel untergebracht. Des Nächtens zog sie es vor, nicht etwa ihre Arbeitskraft wiederherzustellen, indem sie schlief. Nein, vielmehr zog sie es vor, die Nacht im Hotel mit einem Mann zu verbringen. Dummerweise flog ihr bei dieser Aktivität die gläserne Wandlampe ins Gesicht und verursachte die eine oder andere mit Sicherheit schmerzhafte Verletzung. Die Arbeitnehmerin war jetzt der Meinung, dass der Arbeitgeber für den entstandenen Schaden und für ein Schmerzensgeld geradezustehen habe, da sie ja schließlich auf Anweisung des Arbeitgebers in dem Hotel war.

Ich will mir jetzt nicht mehr ausmalen, ob sich die Wandlampe aufgrund fehlerhafter Montage gelöst hat oder ob hierfür möglicherweise doch andere Ursachen denkbar wären. Jedenfalls war es wohl nicht Gegenstand der Dienstanweisung, sich im Hotel sexuell zu betätigen; zumindest sagt die Berichterstattung nichts darüber aus, dass Sie mit Ihrem Chef im Bett war - Unfalls doch … nun ja, er ist ja auch noch der Monteur der Wandlampe …